Klima und Energie – Energiewende bis 2035

Wir haben nur eine Erde und diese ist bedroht. Das haben unsere Kinder begriffen, jetzt müssen auch wir endlich handeln. Wir verbrauchen zu viele Ressourcen, wir müssen jetzt als Gesellschaft den Wechsel einleiten, um tiefgreifende ökologische Veränderungen abzuwenden. Die Klimakrise ist eine globale, aber wir können mit lokalem Handeln und unseren Teil zum Wechsel beitragen. 

  • Anreize schaffen für fossilfreie Energie. Die Stadt muss ein Vorbild sein, fossilfreie Energie muss normal und zum Standard werden. 
  • Gebäude – ob Neubau oder Sanierungen – sind ein wichtiger Hebel
  • Konsequentes Wiederverwerten von Baustoffen
  • Öffentlicher Verkehr muss weiter ausgebaut werden. Es braucht eine Vertikalverbindung für die Au.
  • Ziel ist es, in Wädenswil genug Strom für Wädenswil zu produzieren.

Artenvielfalt und Umwelt

Insekten und Vögel zu sehen und zu hören, tut nicht nur der Seele gut, sie sind auch existentiell für unsere Nahrungsmittelproduktion. Der Verlust an Biodiversität ist bereits immens, deshalb müssen wir jetzt mutig und beherzt handeln.

  • Wir brauchen eine griffige Bau- und Zonenordnung (BZO), die eine Rechtsgrundlage schafft, um unsere wachsende Stadt in eine lebenswerte Zukunft zu führen.
  • Alle möglichen Freiflächen sollen begrünt werden, um der Biodiversität innerhalb und ausserhalb der Stadt eine Chance und Heimat zu geben.
  • Der Mensch fühlt sich wohl, wo es grün ist. Wädenswil soll grüner werden!

Landwirtschaft und Ernährung

Landwirtschaft und Ernährung sind auf den ersten Blick nur schwierig auf Gemeindeebene zu beeinflussen. Doch auch hier können wir etwas tun:

  • Regionale Produktion und Vermarktung fördern
  • Wenn die Konsument*innen ein breites regionales, das heisst auch saisonales, Angebot erhalten, kaufen sie lokal ein und stärken dadurch auch das Gewerbe.
  • Die Landwirt*innen in ihren Bemühungen um mehr Biodiversität unterstützen 
  • Mit Information und alternativen Angeboten Foodwaste verhindern

Bildung

Bildung ist unser höchstes Gut, egal auf welcher Ebene, Wädenswil soll eine echte Bildungsstadt werden. Wädenswil ist auch eine Gewerbestadt, deshalb müssen wir das Handwerk auf allen Stufen stärken und fördern.

  • Ausbildungsmöglichkeiten für Handwerk und Gewerbe fördern
  • Familien mit erschwertem Zugang zu Bildung direkt und unbürokratisch unterstützen 
  • Einführung und Förderung von Tagesschulen und Blockzeiten
  • Gesunde und ausgewogene Verpflegung in den Bildungseinrichtungen zu erschwinglichen Preisen
  • handwerkliches Geschick der Kinder und Jugendlichen fördern, im Werkunterricht in der Schule und in den Angeboten der Freizeitanlage
  • Freizeitanlage erhalten und ihre Attraktivität und Wettberwerbsfähigkeit ausbauen
  • Zusammenarbeit zwischen Stadt und ZHAW ausbauen

Wohnen

Wädenswil ist eine attraktive Stadt. Bezahlbarer Wohnraum ist aber immer schwieriger zu finden. Ich möchte neue Wohnformen fördern und überhaupt ermöglichen.

  • Wohnen im Alter neu denken und gemischte Wohnformen ermöglichen/fördern
  • Durchmischte Wohnformen und genossenschaftliches Wohnen fördern
  • Anreize schaffen, um leerstehende Wohnungen und –Zimmer an Student*innen zwischenzuvermieten
  • Wohnquartiere durch gemeinschaftliches Gärtnern beleben
  • Wohnen auf kleinem Raum fördern 

Gleichstellung und Demokratie

Eine lebendige Stadt braucht die Mitwirkung aller. Jeder Menschen, der in Wädenswil wohnt, soll sich einbringen können, auch politisch.

  • Bevölkerung bei der Entwicklung der Stadt aktiv und frühzeitig einbeziehen
  • Aktive Förderung und Miteinbezug von Menschen, die benachteiligt, behindert oder gesellschaftlich geächtet werden
  • Niederschwellige Partizipationsmöglichkeiten für die Bevölkerung schaffen

Verkehr

Der Verkehr dominiert Wädenswil stark. Ich setze mich dafür ein, dass es attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr gibt. Die grossen Städte machen es vor: weniger Verkehr bedeutet mehr Qualität und nicht weniger Umsatz für die Geschäfte. 

  • öffentlicher Verkehr und Langsamverkehr soll konsequent gefördert werden
  • Einbahnstrassen für Velo-Gegenverkehr öffnen
  • Eine ÖV-Vertikalverbindung für die Au schaffen
  • Lärmreduktion im Stadtverkehr
  • Schliessung der Seeufwerweg-Lücke Seeplatz bis Giessen

Kreislaufwirtschaft

Wir recyceln bereits viel, aber der Anteil an Müll, der in die Verbrennung geht, ist immer noch viel zu hoch. Die Schlacke, die dabei anfällt, ca. ein Viertel, ist hoch giftig und muss kostenintensiv deponiert werden. Nebst der Entwicklung von Techniken, Wertstoffe aus der Schlacke zurückzugewinnen, sollten Stoffkreisläufe möglichst geschlossen werden.

  • Projekte im Bereich Wiederverwendung „Re-Use“ und Teilen „Sharing“ unterstützen 
  • Projekte wie das Repair Café der Freizeitanlage bekannter machen und unterstützen 
  • Mehrweggeschirr für öffentliche und private Anlässe unbürokratisch und günstig zur Verfügung stellen